Absprengtechnik

 

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Die Absprengtechnik ist eine sogenannte "Negativtechnik", nicht weil sie negativ (= schlecht) ist, sondern weil das Motiv eher hell belassen wird und der Unter- bzw. Hintergrund meistens schwarz ist. Das Motiv oder die Zeichnung wird mit wasserlöslicher Farbe (Deckweiß oder andere Aquarellfarben), Kernseife trocken oder verflüssigt, Eiklar etc. auf eher festes Aquarellpapier aufgebracht. Nach gründlichem Trocknen werden Pigmente oder nicht wasserlösliche Farbe (z.B. Tusche, Linoldruckfarbe) entweder in einer Schicht über das ganze Papier eingerieben/eingestrichen oder in verschiedenen Schichten und Arbeitsgängen mit verschiedenen Farben überzogen. Dort, wo die Zeichnung oder das Motiv mit wasserlöslicher Farbe aufgetragen wurde, können Pigmente oder Tusche nicht in das Papier eindringen bzw. eingerieben werden. Nach dem Trocknen (sehr wichtig!!!) wird das Blatt ins Wasser getaucht, abgewaschen, abgespritzt, ausgewaschen (mit Schwamm), "abgesprengt". Hier kann man sehr viel noch erarbeiten bzw. mit der sogenannten "Abwaschtechnik" kombinieren. Man wäscht mit dem Schwamm noch einige Stellen mehr oder weniger aus und gestaltet so das Bild sekundär. Auch hier Papier satiniert mindestens 250 g verwenden, denn dieses muss einiges aushalten! Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass bei der Absprengtechnik der Überraschungseffekt sehr, sehr hoch ist, da man nie genau vorhersehen kann, was bei der sehr komplizierten und teilweise "schmutzanfälligen" Anwendung herauskommt, d.h. was nach dem Absprengen übrig bleibt!

             Absprengtechnik